Am 25. September 2008 machten wir uns auf den Weg nach Bad Säckingen, wo das Historische Eggbergrennen statt fand. Als wir dort ankamen suchten wir uns erst einmal einen gemütlichen Platz, um unsere Fairlady zu platzieren. Danach fand in der Altstadt die Papierabnahme und eine Fahrzeugpräsentation statt. Wir haben unsere Fairlady dort nicht hingestellt, weil die Altstadt vom Fahrerlager gut 2 Kilometer entfernt war und wir zu dritt schlecht mit dem Rennauto herunterfahren konnten. Die Fahrzeugpräsentation war ziemlich gut, zu jedem Fahrzeug wurden immer interessante Information erwähnt und man hatte lange Zeit, um die Autos genauer zu betrachten. Später assen wir in einem Restaurant noch etwas und dann ging es auch schon ab ins Hotel. Wegen der Wagenabnahme mussten wir am nächsten Tag etwa um 06.30 Uhr bereits aufstehen. Die Wagenabnahme war so wie immer ziemlich kurz, so wie wir es von den Bergrennen ebenfalls gewohnt sind. Darum durften wir dann länger warten bis der erste Rennlauf begann. Bei diesem Event durfte man auch noch einen Beifahrer mitnehmen. Aus diesem Grund gab es bei diesem Wochenende ein „Vater und Sohn Rennen", weil der Beifahrer war nämlich ich. Um ca. 10.00 Uhr ruften uns die ersten an den Vorstart, dort musste ich wo mir normale PKW Gurten gewöhnt bin in die engen 5 Punkt Gurten „einschnüren". Als wir dann nach einer kürzeren Wartezeit am Start standen, schauten alle Leute unseren Datsun an und warteten genau sowie ich auf den Start. Nach einer Zeit von 2 Minuten 22 Sekunden und irgendwelchen hunderstel haben wir die mit 21 Kurven und 4.25 km lange Strecke bereits passiert. Ich hatte die ganze Zeit nur ein Lachen im Gesicht vor allem nach dem absichtlichem Unter- und Übersteuermanöver vom Vater in der 90° Kurve. Mit unserem Erstaunen machten wir schon bei der ersten Runde die Bestzeit, auch wenn die Aufgabe eigentlich darin Bestand gleichmässig zu fahren. Oben nach dem Start haben wir uns hinter den anderen Autos angestellt, welche dort auf die Rückführung warteten. Nach ca. 45 Minuten Wartezeit haben wir uns mal erkundigt, wann wir wieder ins Fahrerlager zurückgebracht werden. Dann erfuhren wir, dass die Fahrzeuge erst zurückgeführt werden, wenn alle 150 Autos oben sind. Da wir die Startnummer 26 hatten hiess dies für uns im ganzen 2 Stunden warten. Zum Glück wurde die Wartezeit ein bisschen Unterhaltsam, indem die Veranstalter einen kleine Trink- und Esswagen gemacht haben. Damit war für das leibliche Wohl gesorgt und da es noch andere Oldtimerbesitzer hatte ging es nicht lange, bis wir schon die ersten netten Leute kennen gelernt hatten. Als dann endlich die Rückführung war, hatten uns alle Streckenposten und Zuschauer gewunken und applaudiert. Im Fahrerlager wurde uns aufgetragen uns gerade wieder im Vorstart anzustellen. Wir hatten trotzdem etwa noch 30 Minuten Pause und konnten nach jedem Lauf das Rennauto kontrollieren, auftanken usw. Beim nächsten Lauf mussten wir feststellen, dass unser Motor der Fairlady nicht wirklich hoch drehen wollte und bei Drehzahlen ab 7000 U/min. unruhig lief. Später am Abend haben wir festgestellt, dass die Auspuffkollektor Dichtung in der nähe des sechesten Zylinders nicht mehr ganz dicht war. Dies hielt uns aber nicht wirklich auf und wir fuhren den nächsten Lauf trotzdem. Nach dem letzten Lauf hatten wir dann ziemlich viele Besucher im Fahrerlager, welche mehr über unser Rennfahrzeug und unseren Betrieb Classic Car Performance wissen wollten. Am nächsten Tag lief eigentlich fast alles in Ordnung ausser, dass aus dem Vergaser vom sechsten Zylinder Benzin heraus lief. Nach einer kleiner schnell Einstellung konnten wir das Problem so eigener Massen beheben. Bei der letzten Fahrt am Sonntag Nachmittag, merkten wir bereits am Start vor dem abfahren, dass der Motor merkwürdig klingt. Auch auf dem darauf folgenden Verlauf der Strecke machte der Motor komischen lärmen, aus diesem Grund gingen wir damit nicht an die Grenzen seiner Belastbarkeit. Nach diesem Lauf konnten wir zum ersten mal seit 10 Jahren oben beim Ziel zusammen ein Bergrennen anschauen. Sonst ist dies nicht möglich, wenn mein Vater selber fährt und ich unten im Fahrerlager oder irgendwo auf der Zuschauerwiese bin. Im Fahrerlager waren am Abend noch mehr Leute als am Samstag. Nach ein paar Stunden nachdem uns die letzten Besucher verlassen hatten, luden wir unsere Fairlady auf und packten unsere Sachen zusammen. Nachdem Aufladen gingen wir noch mit ein paar anderen Fahrern an die Rangverkündigung, welche im Schlosspark war. Wir haben natürlich keinen Preis gewonnen, weil wir einfach den Berg hinauf gefahren sind und so unseren Spass hatten.
Gegen den späteren Abend machten wir uns dann wieder auf die Heimreise. Am nächsten Tag mussten wir feststellen, dass die äussere Ventilfeder von einem Auslassventil gebrochen war. Zum Glück hatten wir noch ein paar Ersatzventile, welche schnell montiert wurden. So dass wir dann für das Michaelskreuzrennen auch wieder Startbereit waren. Auf nächsten Jahr wir dann noch unsere gesamte Mechanik frisch revidiert.
Wir danken damit recht herzlichst den Veranstaltern von diesem tollen Bergrennen für dieses super gelungene Event.
Die Bilder vom Eggbergrennen findet ihr hier.